Kampagne «Keine Hausarbeiterin ist illegal» kleidet Denkmäler ein

Anlässlich des internationalen Tages der Migrantinnen und Migranten kleideten die Verantwortlichen der Kampagne «Keine Hausarbeiterin ist illegal» Denkmäler in Zürich ein. Sie fordern Aufenthaltsbewilligungen für Sans-Papiers-Hausarbeiterinnen.


Mehrere Denkmäler wurden in der Nacht auf den 18. Dezember in Zürich mit einer Küchenschürze mit dem Schriftzug «Keine Hausarbeiterin ist illegal» eingekleidet, wie die Sans-Papiers Anlaufstelle Zürich (SPAZ) am 18. Dezember in einer Medienmitteilung schreibt. Die Denkmäler hätten zu ihren grössten Alltagsproblemen das Wort ergriffen, so SPAZ weiter.

Die Sans-Papiers-Anlaufstelle Zürich fordert mit der Aktion anlässlich des internationalen Tages der Migranten und Migrantinnen die Politik und Gesellschaft auf, die Erwerbsarbeit von zirka 8000 Hausarbeiterinnen ohne geregelten Aufenthaltsstatus in jedem 17. Privathaushalt des Kantons Zürich aus dem Graubereich herauszuholen.

«Keine Hausarbeiterin ist illegal» ist eine Kampagne des Vereins «Hausarbeit aufwerten – Sans-Papiers regularisieren», zu dem unter anderen Organisationen wie das Centre Social Protestant Vaud (CSP) und die Evangelischen Frauen Schweiz (EFS) gehören.

Gesamtschweizerische Kampagne
Tätigkeiten wie Putzen, Kinder hüten und Betagte betreuen sind grundlegend für das Wohlergehen aller. Viele Migrantinnen ohne geregelten Aufenthalt übernehmen diese Arbeiten. Ohne die vielfältigen Leistungen der Sans-Papiers würde es schon heute zu erheblichen Engpässen kommen, meint die Anlaufstelle.

Auf gesamtschweizerischer Ebene wurde dieses Jahr die Kampagne «Keine Hausarbeiterin ist illegal» gestartet. Sie fordert Aufenthaltsbewilligungen für Sans-Papiers-Hausarbeiterinnen, Zugang zu Arbeits- und Mietsgerichten und ein einfacher Zugang zu den Sozialversicherungen ohne das Risiko einer Wegweisung.