Jurassische Synode befürwortet eine freie protestantische Presse

Die Synodalen des Bezirks Jura der reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn distanzieren sich von der Kritik gegen die Zeitschrift «Réformés». Diese war ins Kreuzfeuer geraten, nachdem sie ein Bild eines nackten Männerpaares publiziert hatte.


Die Synode des Bezirks Jura der reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn sprach sich an ihrer Sitzung vom 26. Mai für eine unabhängige protestantische Presse aus. Sie nahm damit Bezug auf die Polemik, die nach der Abbildung eines homosexuellen Paares in der Februar-Ausgabe der Monatszeitschrift Réformés entstanden war. Das Bild der schwedischen Fotografin Elisabeth Ohlson Wallin zeigt zwei nackte Männer, von denen einer die Arme zu einem Kreuz ausgebreitet hat. Daraufhin kam es zu empörten Leserkommentaren und vereinzelten Kirchenaustritten.

Konsens über Pressefreiheit

Mehrere Delegierte sprachen sich dafür aus, dass die Freiheit der Presse aufgrund solcher Reaktionen nicht angetastet werden dürfe, wie die Agentur protestinfo berichtet. Es sei wichtig, dass die protestantische Presse sich weiterhin am Grundsatz eines kritischen und offenen Geistes orientiere, sagte ein Synodaler. Zur Diskussion des Themas aufgefordert hatte eine kleine Gruppe von Synodalen.

Réformés ist die Monatszeitschrift der reformierten Westschweizer Kirchen. Sie entstand im Herbst 2016 durch die Zusammenlegung der Kirchenpublikationen La Vie protestante – Neuchâtel, Berne, Jura, La Vie protestante – Genève und Bonne nouvelle.

Jahresrechnung mit geringem Verlust

Weiter genehmigte die Synode den Jahresbericht 2017 sowie die Jahresrechnung 2017. Bei einem Aufwand von 1,16 Millionen Franken resultierte im vergangenen Jahr ein Verlust von 60‘000 Franken. (no)