Gedenken an NS-Völkermord

Holocaust-Erinnerungsort nimmt weitere Hürde

In Bern soll ein Erinnerungsort für die Opfer des Nationalsozialismus entstehen. Dazu hat Bundesrat Ignazio Cassis nun mit der Stadt Bern eine Zusammenarbeitsvereinbarung unterzeichnet.

Mit der Realisierung eines Erinnerungsortes setze der Bund zusammen mit der Stadt Bern ein Zeichen gegen Völkermord, Antisemitismus und Rassismus und für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Freiheit und individuelle Grundrechte, teilte das Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) mit.

Die nun unterzeichnete Vereinbarung regelt die nächsten Schritte. Unter anderem sollen Rahmenbedingungen für die Ausschreibung eines öffentlichen Wettbewerbs festgelegt werden.

«Wir tragen eine individuelle und gemeinsame Verantwortung, gegen Antisemitismus, Rassismus, Hass und Gewalt einzustehen», wird Bundesrat Ignazio Cassis in der Mitteilung zitiert. Der Erinnerungsort sei ein für die ganze Schweiz wichtiges Projekt.

Er soll auch den Austausch und die Debatte fördern und über die Landesgrenzen hinaus Wirkung entfalten, wie es in der Mitteilung heisst. Geprüft werde auch, wie ausgehend von einem Projekt für einen grenzüberschreitenden Vermittlungs- und Vernetzungsort, das der Kanton St. Gallen initiiert hat, ein nationales Netzwerk von Gedenkstätten in Bezug auf die Opfer des Nationalsozialimus unterstützt werden kann.

Bereits im April 2023 hatte der Bundesrat die Schaffung eines öffentlich zugänglichen Gedenkorts beschlossen. Der Bund steuert 2,5 Millionen Franken bei für die Konzeptionierung, den öffentlichen Wettbewerb und die Realisierung des Erinnerungsortes. Den Unterhalt soll die Stadt Bern besorgen. (sda/ no)