Holländischer Film gewinnt evangelischen Filmpreis

Auf dem Internationalen Festival der Filmhochschulen in München sind am Wochenende drei Filme mit einem evangelischen Reformationsfilmpreis ausgezeichnet worden. Im Wettbewerb waren 44 Kurzfilme aus 17 Ländern.

Der mit 7’500 Euro dotierte erste Preis ging an den Niederländer Joren Molter für seinen Beitrag «Greetings from Kropsdam». Der Film handelt von einem Mann, der verdächtigt wird, einem Energiekonzern das Aufstellen einer Windkraftanlage auf seinem Grundstück erlaubt zu haben und deshalb von der Dorfgemeinschaft wie ein Aussätziger behandelt wird.

Den mit 5’000 Euro dotierten zweiten Preis erhielt die Filmemacherin Tessa Louise Pope aus Amsterdam für «The Origin of Trouble», in dem sie ein Interview mit ihrem leiblichen Vater dokumentiert, ohne den sie aufgewachsen ist. Der dritte Preis in Höhe von 3’000 Euro ging an Julia Lindström aus Norwegen für ihren Spielfilm «Mamma». Der Film über eine Grossmutter, Mutter und Tochter zwischen Freiheitsdrang, Hingabe und Verantwortung erhielt auch den «Prix Interculturel» der ökumenischen Interfilm-Akademie, der mit 1’500 Euro dotiert ist.

Der Preis wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums einmalig vom evangelischen Kirchenkreis München und Oberbayern an Filmstudenten vergeben. Regionalbischöfin Susanne Breit-Kessler wollte junge Filmemacher für die Themen der Reformation sensibilisieren. Am Wettbewerb nahmen Spielfilme, Dokumentationen und Animationen teil. (epd/bat)