Humanitäre Hilfe

Heks stellt eine halbe Million für Haiti bereit

Das evangelische Hilfswerk Heks baut seine Nothilfe für Haiti aus. Insgesamt sollen rund 7000 Menschen unterstützt werden.

Anhaltende politische Unruhen und bürgerkriegsähnliche Zustände haben Haiti in eine humanitäre Krise gestürzt. Tausende Menschen sind derzeit auf der Flucht vor der Gewalt in der Hauptstadt Port-au-Prince. Angesichts dieser Situation stockt das evangelische Hilfswerk Heks seine humanitäre Hilfe um 500‘000 Franken auf, wie es in einer Mitteilung heisst.

Rund die Hälfte davon soll für Verbesserungen von öffentlichen Infrastrukturen wie Strassen und die Wasserversorgung eingesetzt werden. Die lokale Bevölkerung kann dabei an «Cash for Work»-Einsätzen teilnehmen, um sich mit Nahrungsmitteln und lebenswichtigen Gütern zu versorgen.

Für weitere 200‘000 Franken versorgt das Hilfswerk Kleinbauernfamilien mit Saatgut. Zudem unterstützt Heks die psychosoziale Begleitung von Menschen, die durch Gewalterfahrungen traumatisiert wurden. Insgesamt sollen rund 7000 Personen von der Nothilfe profitieren, schreibt das Hilfswerk.

Seit Ende Februar erschüttern schwere Bandenkriege den Karibikstaat. Bewaffnete Gangs haben Polizeistationen und Gefängnisse angegriffen. Sie verhinderten zudem die Rückkehr von Interims-Premierminister Ariel Henry von einer Auslandsreise. Henry trat daraufhin zurück. Derzeit verfügt Haiti über keine funktionierende Regierung. (no)