Die Explosion im Hafen von Beirut sei ein weiteres leidvolles Kapitel in der Geschichte der libanesischen Hauptstadt, schreibt das Heks in einer Mitteilung vom 6. August. Rund 300’000 Menschen seien bei der Katastrophe auf einen Schlag obdachlos geworden und dringend auf Nothilfe angewiesen. Aus diesem Grund stelle das Hilfswerk 300’000 Franken für die Soforthilfe zur Verfügung.
Ein Teil des Geldes werde in Form von Bargeld direkt an besonders verletzliche Familien zum Kauf von Lebensmitteln und anderen Gütern des täglichen Bedarfs verteilt. Der andere Teil werde für die Instandsetzung zerstörter Häuser und Wohnungen eingesetzt, heisst es in der Mitteilung.
Druckwelle noch auf Zypern zu spüren
Bei der verheerenden Explosion vom 4. August waren mindestens 150 Menschen ums Leben gekommen und Tausende verletzt worden. Die Druckwelle war so heftig, dass sie noch im 200 Kilometer entfernten Zypern zu spüren war. In Beirut wurden durch die Explosion ganze Strassenzüge dem Erdboden gleichgemacht.
Das Heks leistet im Libanon seit Jahren humanitäre Hilfe, unter anderem für syrische Flüchtlings- und Gastfamilien. Vor Ort arbeitet das Hilfswerk mit der Partnerorganisation «Najdeh» sowie weiteren kirchlichen Partnern zusammen. (no)