Das zentrale Ausstellungsstück ist die Barmer Theologische Erklärung in sechs Thesen auf drei schreibmaschinengetippten Blättern. Die 1934 in Wuppertal-Barmen verabschiedete Erklärung richtete sich gegen die Verfremdung der christlichen Botschaft durch die Ideologie der Nationalsozialisten.
Die Ausstellung «Gelebte Reformation zwischen Widerstand und Anpassung» schlägt den Bogen von den Reformatoren über die deutsch-deutsche Nachkriegszeit, die Aktion Sühnezeichen und die Friedensbewegung bis hin zur Antiapartheitsbewegung in Südafrika.
Interaktive Ausstellungselemente sollen zur Auseinandersetzung bewegen: «Wer glaubt, übernimmt Verantwortung – auch heute», steht an einer Wand, die zu einem zeitgemässen Thesenanschlag einlädt.
Die am 31. Mai 1934 in Wuppertal-Barmen verabschiedete Barmer Theologische Erklärung gilt als zentrales Dokument des Kirchenkampfes in der NS-Zeit. Darin grenzten sich evangelische Christen von der Weltanschauung der Nationalsozialisten und von theologischen Irrlehren ab. Zum ersten Mal nach den Spaltungen der Reformationszeit im 16. Jahrhundert einigten sich Vertreter lutherischer, reformierter und unierter Kirchen auf eine gemeinsame bekenntnismässige Aussage.
Mit der Barmer Erklärung gründete sich die Bekennende Kirche im Gegensatz zu den Deutschen Christen. Auch die EKD steht in der Tradition von Barmen.
Die Ausstellung ist bis zum 10. Oktober im Foyer des Kirchenamtes der EKD in Hannover zu sehen. (epd)