Grosse Mehrheit bezeichnet sich als spirituell
In den USA betrachten sich trotz sinkender Kirchenmitgliedschaften einer Umfrage zufolge über zwei Drittel der Menschen als «spirituell». Nach eigenen Angaben seien knapp die Hälfte der Befragten «spirituell und religiös» und rund 20 Prozent «spirituell, aber nicht religiös», berichtete das Forschungsinstitut «Pew Research Center». Die Forscher liessen die mehr als 11'200 Befragten den Begriff «spirituell» selbst interpretieren und gaben keine Definition vor.
81 Prozent gaben demnach an, sie glaubten, dass es «über die natürliche Welt» hinaus etwas Spirituelles gebe, auch wenn man es nicht sehe. Eine Mehrheit glaubt auch an ein Leben nach dem Tod und die Existenz eines Himmels und einer Hölle. 83 Prozent erklärten, Menschen hätten eine Seele. Die Hälfte davon geht zudem davon aus, dass Verstorbene mit Lebenden kommunizieren können.
Zu spirituellen Praktiken gehören nach Angaben des «Pew Research Centers» Besinnung, Meditation, Zeit in der Natur und Yoga. Zahlreiche Menschen besässen Gegenstände von spiritueller Bedeutung, vornehmlich Kreuze, bestimmte Schmuckstücke und Kristalle, oder sie hätten zu Hause einen Altar und Ikonen.
Meinungsforscher stellen seit Jahren fest, dass die Menschen in den USA immer seltener am organisierten religiösen Leben teilnehmen. Laut Gallup ist der Prozentsatz der US-Amerikaner, die Mitglied von Kirchen, jüdischen Gemeinden oder Moscheen sind, im Jahr 2020 zum ersten Mal auf unter 50 Prozent gesunken. (epd/ pef)