Vereinigte Staaten

Oberster Armeeseelsorger rät US-Soldaten Befehle zu verweigern

Der Erzbischof für das US-Militär nennt es «moralisch akzeptabel», wenn Soldaten sich weigern in Grönland einzumarschieren oder US-Städte zu besetzen. Auch Papst Leo XIV ist angesichts der Aussenpolitik der Trump-Regierung besorgt.

Der katholische Erzbischof Timothy P. Broglio ist zuständig für die US-Armee. Er ist besorgt, wie er in einem Interview mit der britischen «BBC» sagte. Denn: «Soldatinnen und Soldaten könnten in eine Situation gebracht werden, in der ihnen befohlen wird etwas zu tun, das moralisch fragwürdig ist.» Broglio verweist auf den Überfall des US-Militärs auf Venezuela; auf die Drohung des US-Präsidenten Trump, das Militär in us-amerikanische Städte zu entsenden und auf die Grönlandfrage.

«Grönland ist ein Gebiet Dänemarks», sagte Broglio der «BBC». Es sei nicht vertretbar, dass die USA eine befreundete Nation angreifen und besetzen würden. In einem solchen Fall sei es akzeptabel, wenn Armee-Mitglieder Befehle verweigerten. Wie die «Washington Post» schreibt, gibt Broglio damit auch die Haltung Papst Leos XIV wieder. Der us-amerikanische Pontifex zeigte sich wiederholt besorgt über die Politik der Trump-Regierung.

Erzbischof Broglio gilt als konservativ. Er ist seit 2007 Vorsteher der Erzdiözese des US-Militärs mit Sitz in Washington und ehemaliger Präsident der US-Konferenz katholischer Bischöfe. (dst)

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