73,64 Prozent der Stimmenden sagten am Sonntag, 9. Februar, Nein zur Abschaffung der Kirchensteuer für Unternehmen im Kanton. Als erste Jungpartei im Kanton Graubünden haben die Jungfreisinnigen eine Initiative lanciert und zur Abstimmung gebracht. Ihr Anliegen, die Kultussteuer für juristische Personen abzuschaffen, ist vom Bündner Souverän aber klar abgelehnt worden, unterstreicht die Partei in einem Communiqué vom 10. Februar. Auch die Bündner FDP hatte sich gegen diese Initiative gestellt.
Die Kultussteuer sei zwar in die Jahre gekommen, schreibt die Partei in ihrer Presseaussendung. Bevor diese Steuer aber abgeschafft werden könne, sei es zwingend notwendig, dass man eine «Auslegeordnung über die künftigen Aufgaben und Leistungen der Landeskirchen macht und das Finanzierungssystem entsprechend anpasst».
Zeitfenster nutzen
Die FDP-Fraktion habe im Bündner Grossen Rat einen entsprechenden Fraktionsauftrag eingereicht. Der Auftrag wurde von der Regierung entgegengenommen. Diese habe sich bereit erklärt, in Zusammenarbeit mit den Landeskirchen einen Bericht zu erarbeiten, welcher Möglichkeiten für die zukünftige Finanzierung der Aufgaben der Landeskirchen aufzeigen soll.
Der FDP Auftrag werde bereits in der April-Session 2014 durch den Rat behandelt. Die Landeskirchen haben eine Abstimmung und vor allem ein Zeitfenster gewonnen, so die FPD. «Dieses Zeitfenster sollte unbedingt genützt werden», schreibt die Kantonalpartei.