Die ohne Gegenstimme angenommene Jahresrechnung schloss mit einem Defizit von CHF 43 000 bei einem Aufwand von 10 699 000. «Die finanzielle Situation ist nach wie vor gut», sagte Kirchenrat Christoph Jaag laut Medienmitteilung. Mittelfristig sollen aber durch ein Finanzhaushaltgesetz die Ausgaben noch besser kontrolliert werden. Heute schon werden bei Stellenwechsel in Pfarrämtern die Stellenprozente neu berechnet und in den meisten Fällen nach unten korrigiert.
Die Kirchgemeinden Fuldera/Lü/Tschierv und Valchava/St.Maria/Müstair werden neu zur Corporaziun evangelica refurmada da Val Müstair, und die Kirchgemeinden Ramosch/Vnà und Tschlin/Strada/Martina zur Corporaziun evangelica Valsot. Die beiden Zusammenschlüsse seien Zeichen eines Veränderungsprozesses in der Reformierten Bündner Kirche. Nach erfolgter Fusion auf politischer Ebene erfolge nicht selten auch auf Kirchgemeindeebene ein Zusammenschluss, sagt Kirchenrat Frank Schuler. Für die betroffenen Kirchgemeinden seien Zusammenschlüsse oft auch der einzige Weg, um überhaupt eine Pfarrperson zu finden, da so Stellen geschaffen werden können, von denen auch eine Pfarrfamilie leben kann.
Für Diskussion sorgte ein Zusammenarbeitsvertrag, der den Umzug der beiden bestehenden kirchlichen Beratungsstellen unter ein gemeinsames Dach ermöglichen soll. Ab voraussichtlich 1. Juli 2014 soll die neue «Paar- und Lebensberatungsstelle Graubünden» in Chur ihre Türen öffnen. «Ein ökumenisches Vorzeigeprojekt», sagt Kirchenratspräsident Andreas Thöny, es zeige, dass man unter Landeskirchen zusammenarbeiten könne.