GR: Landeskirchen weiter über Kirchensteuer finanzieren

Die Kirchensteuer ist das beste Finanzierungsinstrument für die Bündner Landeskirchen und soll beibehalten werden. Zu diesem Schluss sind der Kanton und die Verantwortlichen der Kirchen gekommen.

(Bild: Wikimedia Kanchelskis)

Die möglichen Varianten einer «zukünftigen Finanzierung der Aufgaben der Landeskirchen wurden auf einen Fraktionsauftrag der FDP hin untersucht, wie die Bündner Regierung am Mittwoch mitteilte. Die Resultate fasste die Exekutive in einem Bericht an das Kantonsparlament.

Zusammen mit den Landeskirchen hat der Kanton die mittel- und langfristigen finanziellen Entwicklungen und die damit verbundenen Konsequenzen und Risiken angeschaut. «Der Handlungsbedarf zur Änderung des geltenden Finanzierungssystems ist nicht erdrückend», lautet das Fazit.

Heutiges Modell klar bevorzugt

Regierung und Landeskirchen sind der Auffassung, dass der heutigen Kirchenfinanzierung über die Kirchensteuer von natürlichen Personen und die Kultussteuer von Unternehmen auf absehbare Zeit klar der Vorzug vor anderen Modellen zu geben ist.

Wichtig sei eine konsequente Fortsetzung der von den Landeskirchen eingeschlagen Wege zur Aufrechterhaltung ihres Mitgliederbestandes, hiess es. Die Mitgliederanzahl sei zwar tendenziell abnehmend, insgesamt aber durchaus robust.

Der Staat habe ein erhebliches Interesse daran, dass «starke Landeskirchen als gesellschaftsrelevante und stabilisierende ethisch-religiöse und soziale Instanzen» erhalten blieben, schrieb die Regierung.

Speziell in Randregionen seien die Kirchen zusätzlich zu ihren Kernaufgaben wichtige Garanten für die Sicherstellung eines minimalen Service Public. Und im ganzen Kanton hätten sie eine bedeutende Funktion als stabilisierendes soziales Netzwerk. (sda)