Reformierte Kirchgemeinde Zürich

Geschäftsprüfungs­kommission setzt den Rotstift an

Im Parlament der reformierten Kirchgemeinde Zürich hat das Budget 2022 zu reden gegeben. Die Rechnungs- und Geschäftsprüfungskommission stellte nicht weniger als acht Kürzungsanträge.

Die reformierte Kirchgemeinde Zürich muss sparen. So lautete die Devise der Rechnungs- und Geschäftsprüfungskommission (RGPK) an der Sitzung des Kirchgemeindeparlaments vom 8. Dezember. Zwar stiegen die Kosten nur langsam, doch könne dieser Prozess nur schwer unterbrochen worden, gab die RGPK laut einer Mitteilung zu bedenken.

Für das Budget 2022 stellte die Kommission denn auch nicht weniger als acht Kürzungsanträge. Mehreren Anträgen stimmte das Parlament zu, darunter etwa Einsparungen beim Personalaufwand. Bei den Löhnen lehnte die Versammlung dagegen Kürzungen ab. Insgesamt wurde der budgetierte Aufwand um 650'000 Franken reduziert. Für das Jahr 2022 wird nun mit einem Verlust von rund 1,9 Millionen Franken gerechnet.

Den Rotstift anzusetzen, kam aber nicht bei allen Parlamentariern gut an. Der für die Finanzen zuständige Kirchenpfleger Res Peter wies darauf hin, dass Kürzungen bei den Aus- und Weiterbildungen zu eine höheren Personalfluktuation führen könne, wie es in der Mitteilung heisst.

Breite Unterstützung gab es dagegen für das Diakonieprojekt «Zytlos». In dem Begegnungsraum im Kirchgemeindehaus Enge werden neue Kirchenformen erprobt. So gibt es neben Gottesdiensten und Meditationen auch eine Gastronomiebetrieb und einen Coworking-Space. Für die Verlängerung des Pilotprojekts bis Sommer 2024 gewährte das Parlament einen Kredit von 781'000 Franken. (no)