In neuer Moschee sollen Frauen und Männer gleichzeitig beten

Ein Verein möchte eine Moschee gründen, in der Gräben überwunden werden. Auch für homosexuelle Muslime soll die Moschee offen sein. Als möglicher Standort steht unter anderem Zürich zur Diskussion.

In der neuen Moschee sollen sich auch Sunniten und Schiiten begegnen können. (Bild: Symbolbild, pixabay)

«Die meisten Moscheen in der Schweiz vertreten nur eine bestimmte theologische Strömung. Die Vielfalt geht dabei unter», sagt Kerem Adigüzel, Mitbegründer des neuen Vereins und Betreiber eines islamischen Wissensportals gegenüber dem Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) am 2. August.

Zürich als möglicher Standort

Oft würden Andersdenkende oder Menschen mit anderer sexuellen Orientierung aus der Gemeinschaft ausgeschlossen, so Adigüzel. In der neuen modernen Moschee sollen diese Gräben überwunden werden: «In unserer Moschee soll man frei beten können, Frauen und Männer gemeinsam. Und wir wollen auch Begegnungen zwischen Sunniten und Schiiten ermöglichen.»

Am 12.August soll der neue Verein gegründet werden. Man sei nun auf der Suche nach einem geeigneten Standort, sagt Kerem Adigüzel gegenüber SRF. Er sei derzeit mit verschiedenen Liegenschaftenbesitzern am Verhandeln. Auch Zürich könnte Standort der neuen Moschee werden. (bat)