FR: Synode diskutiert Verfassungsentwurf des Kirchenbundes

Auf einer Gesprächssynode in Murten am Samstag, 28. September haben die reformierten Freiburger Synodalen das Für und Wider des in die Vernehmlassung gegangene Entwurfs einer Verfassungsrevision des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes SEK diskutiert.


Peter Schmid und Kristin Rossier Buri, Vizepräsidenten des SEK-Rats, stellten das Projekt vor. Es handele sich nur um «einen möglichen Entwurf», sagte Schmid der Versammlung.

Nach einer Diskussion in Kleingruppen konnten die Synodalen ihre Einschätzungen und Fragen im Plenum einbringen. Begrüsst wurde allenthalben die bessere Sichtbarkeit und das einheitliche Auftreten der Schweizer Protestanten in einer «Evangelischen Kirche in der Schweiz» (EKS), die durch die neue Verfassung gefördert würde.

Zu Fragen und Bedenken führte der Status der Präsidentin oder des Präsidenten, der durch die vorgesehene dreigliedrige Führung aus Synode, Rat und Präsidium mehr Einfluss erhielte. Auch die sechsjährige Legislaturperiode erschien vielen Synodalen als zu lang. Schmid gab dagegen zu bedenken, dass eine zu kurze Legislatur es den Amtsträgern erschwerte, die für ihre Aufgabe wünschenwerten Kontakte zu knüpfen.

Weitere Anfragen galten der geplanten Doppelstruktur von Kirche (für Inhalte zuständig) und Verein (für rechtliche Belange zuständig) sowie einem allenfalls drohenden Souveränitätsverlust der Kantonalkirchen.