Feiertage

Finger weg von diesen Weihnachts­geschenken!

Weihnachten ist das Fest der Liebe und Besinnlichkeit. Schlecht ausgewählte Geschenke können die Stimmung aber schnell vermiesen. Das Ranking der Geschenke-Flops zeigt, was wir bei der Bescherung vermeiden sollten.

Woll­socken
Gut­scheine
Bade­salz
Kalen­der
Haus­halts­geräte
Weihnachtsschreck oder heimlicher Favorit? Das ist bei den Wollsocken nicht so klar. (Illustration: Bureau Château)

Platz 5: Selbstgestrickte Wollsocken

Die selbstgestrickten Wollsocken waren lange verpönt, im Zeitalter der Nachhaltigkeit haben sich ihre Umfragewerte aber erheblich verbessert. Trotzdem sollte man sich gut überlegen, wen man mit den kratzigen Lustkillern beglückt: Wer sie dem eigenen Partner schenkt, schiesst unter Umständen ein Eigentor. Eines muss man den Klassikern zugutehalten: Auch wenn die künstlerische Ausgestaltung zumindest bei der gestreiften Variante zu wünschen übrig lässt, sind sie mit Liebe gemacht. In der Strommangellage könnten sie sich gar zu heimlichen Favoriten mausern. Fazit: Die Wollsocken sind nicht so schlecht wie ihr Ruf. Daher gibt es nur einen Stern auf der Liste der Geschenke-Flops.

Einen Gutschein zu verschenken ist ziemlich phantasielos. (Illustration: Bureau Château)

Platz 4: Gutscheine

Gutscheine sind nicht per se ein Fehlgriff, sollten aber sorgfältig ausgewählt werden. Wer den Pascha der Familie mit einem veganen Kochkurs überraschen will, könnte damit auf wenig Gegenliebe stossen. Auch der stille Wink mit einem Jahresabo für ein Fitnesscenter kommt nicht immer gut an. Gutscheine für eine freie Produktwahl sind einfallslos und signalisieren: Such dir doch selber was aus! Abzuraten ist besonders von selbstgebastelten Gutscheinen, die ein gemeinsames Abendessen oder ein Wellness-Weekend versprechen. Mit ihnen verraten wir unseren Liebsten nur: Wir würden gerne etwas Exquisites schenken, im Moment sind wir aber gerade mal wieder pleite. Fazit: Gutscheine sind eine heikle Angelegenheit. Zwei Sterne auf der Liste der schlechtesten Weihnachtsgeschenke.

In der Energiekrise sind Badesalze keine gute Idee. (Illustration: Bureau Château)

Platz 3: Badesalz

Badesalze sind in der kalten Jahreszeit gewöhnlich ein stimmiges Geschenk. Wer sie selbst macht, kann ihnen mit ätherischen Ölen und Kräutern eine persönliche Note verleihen. In diesem Jahr sind sie unter dem Christbaum aber fehl am Platz. Heisse Vollbäder gehören nämlich zu den heimlichen Energiefressern im Haushalt. Badesalze können daher für eine gepfefferte Stromrechnung sorgen. Wenn es unbedingt etwas fürs Bad sein soll, könnte man als Alternative einen wassersparenden Duschkopf schenken. Zugegeben ist das aber wenig romantisch. Für das Badesalz gibt es 3 Sterne.

Kalender vesprechen meist nur ein kurzes Vergnügen. (Illustration: Bureau Château)

Platz 2: Agenden und Kalender

Weihnachten verbringen wir gemütlich im Kreis der Liebsten, an die Arbeit will in diesen Tagen wirklich niemand erinnert werden. Genau das ist aber der Fall, wenn wir jemandem eine Agenda für das kommende Jahr schenken. Terminkalender sollten zudem auf den Adressaten zugeschnitten sein, sonst laufen sie Gefahr, noch vor Jahresende in der Papierabfuhr zu landen. Praktische Gemüter werden mit einem Mondphasenkalender mit indianischen Lebensweisheiten wenig anfangen können. Und das Verschenken eines Rolf Knie-Jahresplaners kann sogar gefestigte Beziehungen zerstören. Finger weg auch von selbst gestalteten Wandkalendern mit Familien- oder Ferienfotos. Am Weihnachtsabend mögen sie für Unterhaltung sorgen, spätestens im Frühjahr wandern sie vom Wohnzimmer an einen diskreteren Ort wie die Gästetoilette, wo sie kaum noch Beachtung finden. Dafür gibt es vier Sterne.

Wer seiner Liebsten Haushaltsgeräte schenkt, könnte bald allein dastehen. (Illustration: Bureau Château)

Platz 1: Haushaltsgeräte

Weihnachten ist das Fest der Liebe, an dem wir unseren Nächsten Gutes tun wollen. Wer seine Zuneigung mit einer Pasta-Maschine oder einem Topflappenset zum Ausdruck bringt, hat leider etwas gründlich missverstanden. Gerade Männer sollten bei dem Thema mehr Fingerspitzengefühl beweisen und um praktische Geschenke für Freundinnen und Partnerinnen lieber einen grossen Bogen machen. Umgekehrt ist die Sache etwas weniger heikel: So soll es Männer geben, die ein Barbecue-Starterset oder eine Brotbackmaschine glücklich machen kann. Im Allgemeinen aber haben Staubsauger oder Dampfkochtöpfe unter dem Weihnachtsbaum nichts verloren. Schliesslich will unsere Partnerin nicht als Haushaltshilfe wahrgenommen werden, sondern als geliebter Mensch. Sonst könnten wir bald unser ganz persönliches «Last Christmas» erleben.