Filmtipp: «Architektur der Unendlichkeit»

In seinem Dokumentarfilm sucht der Schweizer Regisseur Christoph Schaub nach Transzendenz in der modernen Architektur.

Sie ist ausgesprochen faszinierend: die Feldkapelle Bruder Klaus von Peter Zumthor in der Eifel. Mit diesem stimmigen Bauwerk eröffnet der dokumentarische Essay Architektur der Unendlichkeit. Es scheint, als würde durch seine Spiralform die Seele in die Höhe getragen. Auch die Klosterkirche im solothurnischen Mariastein und Zumthors Kolumba-Museum in Köln funktionieren als räumliche Transzendenz-Annäherungen.

Die Aura des Bahnhofs

Regisseur Christoph Schaub setzt virtuos sakrale Bauten in einen Dialog mit modernen Werken. So hat auch die Halle des Hauptbahnhofs Zürich für Schaub eine Aura, die die beschreibbare Sinneswahrnehmung übersteigt. Auf seiner Suche nach dieser Form der Transzendenz macht er sich auf nach Deutschland, Frankreich, Spanien, Portugal und Schweden.

Im Zürcher Hauptbahnhof geschieht mehr, als wir auf den ersten Blick wahrnehmen. (Bild: Cineworx)

Im Dialog mit Architekten und Künstlern erkundet der Film das Tiefgründige in Raum und Struktur. Die Geschichte verbindet sich mit der Moderne, christliche Sakral-Architektur mit der Suche nach einer Architektur der Unendlichkeit. Dieser Dokumentarfilm macht die emotionale Wirkung von Räumen erlebbar und stellt wesentliche philosophische Fragen. Schaub begibt sich auf eine meditative Suche nach dem Unendlichen in der Endlichkeit unserer Welt.

Architektur der Unendlichkeit, Schweiz 2018, Regie: Christoph Schaub; Dokumentarfilm mit Peter Zumthor, Peter Märkli, Álvaro Siza Viera, James Turrell, JoJo Mayer, Cristina Iglesias.

Kinostart: 31. Januar 2019