Filmtipp: «A Hidden Life»

Regisseur Terrence Malick ergründet in «A Hidden Life», weshalb der österreichische Bauer und überzeugte Katholik Franz Jägerstätter während des Zweiten Weltkriegs lieber seinen eigenen als den Tod unzähliger Unschuldiger in Kauf genommen hat. In der wahren Geschichte glänzt unter anderem der verstorbene Schweizer Schauspieler Bruno Ganz in einer seiner letzten Filmrollen.

Der US-amerikanische Regisseur Terrence Malick erzählt in seinem ebenso stillen wie eindringlichen Alterswerk «A Hidden Life» die Geschichte von Franziska und Franz Jägerstätter, Bauersleuten aus Oberösterreich. Aus Gewissensgründen verweigert der Ehemann im Zweiten Weltkrieg den Kriegsdienst bei der Wehrmacht. Seine Frau trägt seine Entscheidung mit. Er wird hingerichtet, sie gerät in Armut und wird sozial ausgegrenzt.

Nachdenken über den Sinn von Widerstand

Die wahre Widerstandsgeschichte des vitalen, frommen katholischen Ehepaars nimmt der Filmemacher zum Anlass, um radikal über den Sinn solchen Widerstands nachzudenken. Bildmächtig schildert er zunächst, wie das Paar in Harmonie mit der ländlichen Natur ein kleines Paradies schaffen will. Beklemmend berichtet er dann, wie auch kirchliche Amtsträger und andere Gläubige sich von den beiden distanzieren.

Grossartig spielen Valerie Pachner, August Diehl und andere, nicht zuletzt Bruno Ganz in einem seiner letzten Filmauftritte. Das sehenswerte Drama legt nahe, wie Glaubenskraft und Treue zum Evangelium einzelne Menschen trotz übermächtigem Druck, Barbarei und Gewalt in grosse innere Freiheit führen.

A Hidden Life», Deutschland/USA 2019, Regie: Terrence Malick, Besetzung: Valerie Pachner, August Diehl, Bruno Ganz, Verleih: Walt Disney Company Schweiz.

Im Kino seit 30. Januar 2020.