Tschechien
Farmerdrama gewinnt Filmpreis
Die Ökumenische Jury hat am Filmfestival Karlovy Vary ihren Preis vergeben. Er geht an das Drama «Rebuilding» von Max Walker-Silverman. Der US-amerikanische Regisseur erzählt darin die Geschichte eines geschiedenen Ranchers in Colorado, der nach einem Waldbrand alles verloren hat. Gemeinsam mit anderen wohnsitzlosen Überlebenden zieht er in ein Notfall-Camp, wo zwischen ihnen allmählich Freundschaften entstehen.
Dem Regisseur sei es gelungen, mit feinem Gespür Themen wie Gemeinschaft, Selbstlosigkeit und Zusammenarbeit zu erforschen, schreibt die Jury in ihre Begründung. Der visuell beeindruckende Film sei eine lebensbejahende Erzählung, die inmitten persönlicher und ökologischer Krisen Hoffnung vermittle.
Eine Lobende Erwähnung geht an «Cinema Jazireh» von Gözde Kural. Darin geht es um die Geschichte einer Mutter, die das Massaker an ihrer Familie durch die Taliban-Herrschaft in Afghanistan überlebt hat. Als Mann verkleidet macht sie sich auf die Suche nach ihrem vermissten Sohn.
Die Ökumenische Jury vergibt an verschiedenen Filmfestivals Preise für Produktionen, die wichtige soziale oder religiöse Themen aufgreifen. Die Jury wird von den Filmorganisationen Interfilm und Signis berufen. (no)