Erlenbach ZH: Reformierte Kirche wird Ausstellungskirche

Während sieben Monaten integriert die reformierte Kirche in Erlenbach Kunstwerke. Die Kirchgemeinde reagiert mit der Ausstellung, die am Samstag, 5. April, eröffnet wird, auf eine Umfrage.


Die «KulturKircheErlenbach» ist ein Projekt, das auf der Basis einer Sinusstudie sowie einer Gemeindebefragung entwickelt wurde, teilt die Kirchgemeinde mit. Gemäss der Studie ist die Bevölkerung mehrheitlich an Kultur interessiert. Das Projekt ergänzt bereits etablierte Veranstaltungen mit musikalischen oder literarischen Schwerpunkten.

«Wir wollen keinen Skandal, sondern den Dialog», erklärte Andreas Cabalzar am Freitag, 4. April, gegenüber der Presseagentur Kipa. Die Kunstwerke werden unter anderem in äusserst sensiblen Bereichen wie dem Friedhof aufgestellt. Den Friedhof besuchen auch nicht-reformierte Kirchenangehörige. Er steht zudem unter der Hoheit der politischen Gemeinde. Sowohl mit dieser wie auch mit der katholischen Kirche im Ort wurden Gespräche geführt und die Erlaubnis eingeholt.

Fahne in Pink
Zudem spricht die Kirchenpflege bei der Auswahl der Kunstwerke mit. Diese sind in der ganzen Kirche verteilt, so auch im Kirchenturm, in der Krypta und in der Aufbewahrungshalle. Eine 14 Meter lange Fahne in Pink, die auf der Kirchenmauer aufgezogen wurde, weist auf die Doppelfunktion der Kirche hin, in welcher während der ganzen Ausstellungszeit das kirchliche Grundangebot mit Gottesdiensten, Taufen oder Abdankungsfeiern aufrecht erhalten wird.

Die Vernissage findet am Samstag, 5. April, statt. Gezeigt werden Skulpturen und Plastiken des 1975 verstorbenen Schweizer Künstlers Walter Linck sowie Fotografien des 1961 geborenen Fotokünstlers Marcel Grubenmann aus Küsnacht ZH. Weitere Anlässe mit international bekannten Künstlern sind geplant.