«Nur 22 der 200 Konzerne legen offen, wie sie sicherstellen wollen, dass bei ihren Tätigkeiten weltweit keine Menschenrechte verletzt werden», heisst es in einer Medienmitteilung von Brot für alle vom Montag. Eine Studie von Brot für alle (Bfa) und Fastenopfer untersuchte, wie viele Schweizer Konzerne eine Menschenrechtspolitik haben, die sie auch bei ihren Tochterfirmen und Zulieferbetrieben anwenden.
Websiten-Analyse
Untersucht wurden die 200 umsatzstärksten Schweizer Konzerne: je die 100 grössten börsenkotierten und nicht börsenkotierten. Das zeigt ein Blick in die Studie. Geprüft wurde, ob sie die «Uno-Leitprinzipen für Wirtschaft und Menschenrechte» in ihre Unternehmenspolitik aufgenommen oder aber einen Verhaltenskodex haben. Zudem wurden Jahres- und Nachhaltigkeitsberichte auf den Websiten der Firmen analysiert.
Börsenkotierte Firmen etwas besser
«Fast zwei von drei Unternehmen haben keine Uno-konforme Menschenrechtspolitik und auch keinen Verhaltenskodex», wird Chantal Peyer, Autorin der Studie bei Bfa in der Mitteilung zitiert. Die börsenkotierten Firmen schnitten laut der Untersuchung ein wenig besser ab als die nicht börsekotierten: Jede zweite Firma bekenne sich zu den Uno-Leitprinzipien oder veröffentliche einen Verhaltenskodex.