Die Schweizer Konzerne und die Menschenrechte

Eine Studie von Brot für alle und Fastenopfer kommt zum Schluss: Nur elf Prozent der 200 grössten Schweizer Konzerne haben eine Menschenrechtspolitik.

Der Uno-Menschenrechtsrat hat die Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte im Juni 2011 einstimmig angenommen. Ihre Umsetzung ist nun Aufgabe der einzelnen Regierungen. (Bild: ©UN/Jean-Marc Ferré)

«Nur 22 der 200 Konzerne legen offen, wie sie sicherstellen wollen, dass bei ihren Tätigkeiten weltweit keine Menschenrechte verletzt werden», heisst es in einer Medienmitteilung von Brot für alle vom Montag. Eine Studie von Brot für alle (Bfa) und Fastenopfer untersuchte, wie viele Schweizer Konzerne eine Menschenrechtspolitik haben, die sie auch bei ihren Tochterfirmen und Zulieferbetrieben anwenden.

Websiten-Analyse

Untersucht wurden die 200 umsatzstärksten Schweizer Konzerne: je die 100 grössten börsenkotierten und nicht börsenkotierten. Das zeigt ein Blick in die Studie. Geprüft wurde, ob sie die «Uno-Leitprinzipen für Wirtschaft und Menschenrechte» in ihre Unternehmenspolitik aufgenommen oder aber einen Verhaltenskodex haben. Zudem wurden Jahres- und Nachhaltigkeitsberichte auf den Websiten der Firmen analysiert.

Börsenkotierte Firmen etwas besser

«Fast zwei von drei Unternehmen haben keine Uno-konforme Menschenrechtspolitik und auch keinen Verhaltenskodex», wird Chantal Peyer, Autorin der Studie bei Bfa in der Mitteilung zitiert. Die börsenkotierten Firmen schnitten laut der Untersuchung ein wenig besser ab als die nicht börsekotierten: Jede zweite Firma bekenne sich zu den Uno-Leitprinzipien oder veröffentliche einen Verhaltenskodex.

 

Die Studie von Brot für alle und Fastenopfer