Die Hilfe kommt in unmarkierten Lastwagen
Mehr als zwei Millionen Einwohner des Gazastreifens seien auf humanitäre Unterstützung angewiesen, schreibt die Welthungerhilfe in einer Mitteilung. Gemeinsam mit den Hilfsorganisationen CESVI und terre des hommes Italien liefert das Hilfswerk Nahrungsmittel und medizinische Artikel in den Gazastreifen. Dazu gehören Fertigmahlzeiten und Spezialnahrung für unterernährte Kinder und Erwachsene.
«Menschen sterben an Hunger, weil zu wenig Hilfsgüter die Notleidenden erreichen. Der politische Druck auf alle Parteien muss erhöht werden, um endlich einen besseren und sichereren Zugang zu erhalten», erklärt Mathias Mogge, Generalsekretär der Welthungerhilfe.
Alle Hilfsgüter würden in Ägypten oder Jordanien gekauft und dann über die Grenzübergänge Rafah oder Kerem al Shalom mit Unterstützung des Ägyptischen Roten Kreuzes in den Gazastreifen transportiert. Aufgrund der schwierigen Sicherheitslage würden weder Lastwagen noch Hilfsgüter gekennzeichnet und umgehend an die bedürftigen Familien verteilt.
Auch im Südlibanon spitzt sich die Lage der Bevölkerung durch die Kämpfe zu. Seit Februar sind laut dem Hilfswerk rund 90’000 Menschen aus der Grenzregion geflohen. Auch im Libanon werde die Welthungerhilfe Unterstützung leisten. (sda/ dst)