Die Hälfte der Armen auf der Welt sind Minderjährige

Laut einem Bericht der Vereinten Nationen sind weltweit 662 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren von Armut betroffen. Trotzdem gebe es Zeichen der Hoffnung.


In dem am 20. September in New York vorgestellten Bericht untersuchte die UNO insgesamt 104 Länder. Demnach sind rund 1,3 Milliarden Menschen als arm einzustufen. Dies entspreche rund einem Viertel der Bevölkerung in den untersuchten Ländern. Die Hälfte der Armutsbetroffenen seien Kinder und minderjährige Jugendliche.

Mit rund 1,1 Milliarden wohne die grosse Mehrheit der in Armut lebenden Menschen in ländlichen Gegenden, wo die Armutsrate rund viermal so hoch sei wie in städtischen, heisst es in dem Bericht weiter.

Armutskampagnen zeigen Wirkung

Vielerorts gebe es aber auch wirkungsvolle Anti-Armuts-Initiativen von Regierungen. So hätten sich beispielsweise in Indien in den vergangenen 10 Jahren rund 271 Millionen Menschen aus der Armut herausarbeiten können, sagte Achim Steiner, Chef des UNO-Entwicklungsprogramms (UNDP). «Auch wenn die Grössenordnung der Armut – besonders bei Kindern – atemberaubend ist, so ist es genauso der Fortschritt, der gemacht werden kann, wenn man das Problem angeht.»

Experten des UNDP und der Oxford Poverty and Human Development Initiative (OPHI) untersuchten für den Bericht vor allem die Standards bei Gesundheit, Bildung und Lebenssituation. In den analysierten Ländern leben rund drei Viertel der Gesamtbevölkerung der Welt, hauptsächlich mit niedrigen und mittleren Einkommen. (sda/no)