Deutsche planen gigantisches «Luther»-Pop-Oratorium

Ein Höhepunkt im Reformationsjahr 2017 soll die Deutschlandtournee eines neuen Pop-Oratoriums über Martin Luther sein, das bereits diesen Oktober Première haben wird. In der Zwischenzeit werden keine neuen Sänger aufgenommen. Die «Teilnehmerkapazität» sei erreicht, schreiben die Organisatoren.

Das Interesse, beim «Luther»-Pop-Oratorium mitzusingen, ist gross. Im Bild: Proben zum Grossevent, das diesen Oktober in Dortmund Première feiert. (Bild: zVg/luther-oratorium.de)

Thematisch geht es in der Show um ein «Freudenfest für den Sieg des Gewissens über eine übermächtige Autorität», wie der evangelische Pressedienst «epd» am Montag, 27. April schreibt. So erzählt das Pop-Oratorium von Martin Luthers Ringen um die biblische Wahrheit und von seinem Kampf gegen Obrigkeit und Kirchenführung. Im Mittelpunkt der Handlung steht das Geschehen auf dem Reichstag zu Worms 1521, bei dem Luther aufgefordert ist, seine kirchenkritischen Aussagen zu widerrufen.

85 Chöre, keine Konzerte in der Schweiz

Das Chorwerk sei «kein Helden-Epos, sondern ein Freudenfest», sagte Komponist Dieter Falk am Rande der Probe. Der Bühnenautor Michael Kunze, der die Texte zu «Luther» schrieb, erklärte: «Wir holen Luther vom Podest und feiern mit ihm den Sieg des individuellen Gewissens über eine übermächtige Autorität. «Luther» feiert am diesjährigen Reformationstag, 31. Oktober in Dortmund Première. Beteiligt sind 85 Chöre, vor allem aus Nordrhein-Westfalen, sowie 750 Einzelsänger. Konzerte in der Schweiz seien keine geplant, schreiben die Organisatoren dem Online-Portal «ref.ch».

Grosses Interesse

Mehr als 3’000 Sänger probten am Wochenende das «Luther»-Oratorium. Wie die Organisatoren auf ihrer Website schreiben, sei die «Teilnehmerkapazität» erreicht. Einzig bereits registrierte «Nachrücker» hätten eine Chance. Beispielsweise dann, wenn ein Sänger wegen Krankheit ausfällt.

 

Das Pop-Oratorium im Internet