Deutsche Briefmarke würdigt Frauen der Reformation

Frauen wie Katharina von Bora haben die Reformation vor 500 Jahren massgeblich mitgeprägt. An ihre Rolle erinnert nun eine neue Sonderbriefmarke.


Ab Oktober ist in Deutschland eine Sonderbriefmarke «Frauen der Reformation» erhältlich. Sie soll an den Beitrag von Frauen zur Reformation erinnern, teilte das Bundesfinanzministerium in Berlin mit. Auf der Marke sind drei stilisierte Frauenköpfe im Profil zu sehen, deren Kragen und Kopfbedeckung an Nonnen denken lässt. Viele Reformatorinnen wie Martin Luthers Frau Katharina von Bora waren gebildete Nonnen, die aus Klöstern geflohen waren.

Frauen mit politischer Macht wie Elisabeth von Calenberg-Göttingen und Elisabeth von Rochlitz hätten die Reformation in ihren Herrschaftsgebieten eingeführt und damit zu ihrer Verbreitung beigetragen, hiess es. Die zentrale Botschaft der Freiheit im Glauben, gegründet auf die Heilige Schrift, habe in einer langen Entwicklung mit zu neuzeitlichen Werten wie der Rede- und Gedankenfreiheit und demokratischen Gesellschaften beigetragen.

Die Sonderbriefmarke soll am 24. September in der Marktkirche Hannover der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Mit der Briefmarke im Wert von 3,70 Euro werden der Post zufolge grosse Briefe ins Ausland mit bis zu 500 Gramm Gewicht frankiert. (epd)