Christliche Organisation verhindert Ausstellung von Leichenteilen

Die Stadt Lausanne hat der Ausstellung «Real Human Bodies» die Genehmigung entzogen. Aufgrund einer Beschwerde hatte sie nach der Herkunft der Ausstellungsstücke gefragt. Der Veranstalter gab keine Auskunft.


Die «Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter» (ACAT) hat mit ihrer Beschwerde die Ausstellung «Real Human Bodies» in Lausanne verhindert. Diese zeigt menschliche Körper und Skelette, die nach dem Vorbild von Gunther von Hagens «Körperwelten» plastiniert wurden. Sie hätte vom 19. bis 21. Oktober stattgefunden.

Zweifel an der Freiwilligkeit

ACAT vermutet, dass es sich bei den Leichen mit hoher Wahrscheinlichkeit um verstorbene oder hingerichtete chinesische Gefangene handelt. Die Stadt hatte von den Organisatoren Beweise für die Herkunft der Leichen und für die Freiwilligkeit der Spender verlangt. Die Organisatoren seien dieser Forderung nicht nachgekommen, schreibt die Stadt am 16. Oktober in einer Mitteilung. (pd)