Bei der Offenheit gegenüber christlichen Lagern gibt es Unterschiede zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen. So scheinen solche Lager bei Deutschschweizer Eltern (46%) populärer zu sein als bei Westschweizer Eltern (38%), schreibt gfs-zürich in einer Medienmitteilung vom 12. Januar.
Erwartungsgemäss beeinflusse der Grad der Gläubigkeit die Offenheit gegenüber christlichen Jugendlagern. Doch auch ein Viertel der «Ungläubigen» (27%) und jene, die «weder ungläubig noch gläubig» seien (29%), schickten ihre Kinder in christliche Lager. Bei den «Gläubigen» liege dieser Anteil hingegen bei 49 Prozent und bei den «sehr Gläubigen» sogar bei 77 Prozent.
Eigener Lagererfahrung entscheidend
Konfessionslose (26%) nutzen dieses Angebot am wenigsten, Evangelische (50%) am häufigsten, so gfs-zürich. Bei den Evangelischen sind nach Auskunft von gfs-zürich Angehörige von Landes- und Freikirchen zusammengefasst. Entscheidend sei die eigene Erfahrung der Eltern mit Jugendlagern. Drei Fünftel (59%) der Eltern, die selbst als Kind ein Lager mit Bezug zu biblischer Geschichte oder dem christlichen Glauben besucht hätten, schickten auch die eigenen Kinder in solche Lager, gegenüber einem Drittel (35%) der Eltern ohne Lagererfahrung.
Lager mit biblischen Inhalten bei Evangelischen beliebt
Alle 1008 befragten Personen wurden danach befragt, ob sie sich vorstellen könnten ihr Kind in ein Jugendlager zu schicken, wenn dort neben Lagerbetrieb auch biblische Geschichten erzählt würden. Zwei Fünftel der Personen (42%) beantworten die Frage mit auf jeden Fall oder eher ja, ein Drittel (33%) antwortet hingegen mit eher nein oder keinesfalls.
Wiederum hängt die Offenheit gegenüber Lagern mit biblischen Inhalten vom Grad der Gläubigkeit ab. Während nur knapp ein Fünftel (18%) der «Ungläubigen» sich ein solches Lager für das Kind vorstellen kann und gar knapp zwei Fünftel (39%) mit keinesfalls antworten, können sich drei Fünftel (60%) der «Gläubigen» und fast vier Fünftel (78%) der «sehr Gläubigen» ein solches Lager vorstellen. Erneut sind es die Evangelischen (52%), die sich Lager mit biblischen Inhalten am ehesten vorstellen können.
Bei der Frage, ob sich die Befragten auch vorstellen könnten, ein Kind in ein Lager zu schicken, wenn dort neben Lagerbetrieb auch der christliche Glaube thematisiert würde, zeige sich ein ähnliches Muster, so das Forschungsinstitut.