Christliche Einwanderung in die Schweiz thematisieren

Das Zürcher Institut für interreligiösen Dialog (ZIID) lanciert das Projekt «Christliche Einwanderung in die Schweiz». Es soll der Schweizer Bevölkerung den Lebensalltag der christlichen Migranten näherbringen.

Das Zürcher Institut für interreligiösen Dialog zeigt den kulturellen Hintergrund und die spirituellen Erfahrungen der christlichen Migranten auf. Im Bild: Christliche Prozession in Osttimor. (Bild: José Fernando Real/Wikimedia)

Über die christlichen Einwanderer höre die Bevölkerung kaum etwas, schreibt das ZIID in einer Medienmitteilung vom Montag: «In den Debatten über Migration und Religion richtet sich der Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit auf den Islam und Muslime.» In der Schweiz seien aber über 50 Prozent der Migranten christlich. Sie stammten heute grösstenteils aus dem aussereuropäischen Raum wie Südostasien, dem subsaharischen Afrika oder Südamerika und prägten Wirtschaft und Gesellschaft massgeblich mit.

Gegen Segregation in der Gesellschaft

Das ZIID will mit seinem Projekt «die kulturelle, sprachliche und rituelle Vielfalt der christlichen Migranten aufzeigen und Begegnungen mit Menschen und ihren spirituellen Erfahrungen ermöglichen.» Über mehrere Semester hinweg sollen Rundgänge, Podiumsgespräche und Veranstaltungen die christliche Vielfalt im Grossraum Zürich aufzeigen. Den Auftakt bildet der Besuch des «Infent Jesu Festes» der tamilisch-katholischen Mission. Hier kann erlebt werden, wie ein ursprünglich europäisches Kirchenfest in die hinduistisch geprägte Gemeinschaft der tamilischen Katholiken integriert wurde, schreibt das ZIID.

 

www.ziid.ch