41’646 Schweizer haben die Petition «Genozid an den religiösen Minderheiten im Nahen Osten verhindern» der Menschenrechtsorganisation «Christian Solidarity International» (CSI) gemäss Mitteilung unterschrieben. CSI übergab die Bittschrift Botschafter Wolfgang Amadeus Brülhart, dem Chef der Abteilung Mittlerer Osten und Nordafrika. Sieben amtierende und drei ehemalige Mitglieder des Nationalrats aus SVP, SP, FDP, CVP und EVP unterstützen das Vorhaben, wie CSI schreibt.
«Religiös gesäubert»
Bei der Übergabe habe John Eibner, bei CSI verantwortlich für den Nahen Osten, auf die Situation im Irak und in Syrien hingewiesen. Die Situation für religiöse Minderheiten habe sich seit dem «Arabischen Frühling» stark verschlechtert, das gesamte Gebiet unter der Herrschaft des Islamischen Staats und weiterer islamistischer Milizen sei heute «religiös gesäubert». Besonders dramatisch sei die Situation der Christen in der Region.
In der Petition zuhanden des Bundesrats schlägt CSI Massnahmen vor, wie die Schweiz zu einem friedlichen Zusammenleben von Menschen verschiedener Religionen im Nahen und Mittleren Osten beitragen kann. Die Organisation hat nach eigenen Angaben bereits 2011 vor einem Genozid an religiösen Minderheiten in der Region gewarnt. Ihre Vertreter reisen regelmässig in die betroffenen Länder. (kath.ch)