BS: 2,5 Millionen Euro für Kirchenhistoriker Martin Wallraff

Der Europäische Forschungsrat (ERC) hat Martin Wallraff, Professor für Kirchen- und Theologiegeschichte an der Universität Basel, einen Förderbeitrag von 2,5 Millionen Euro zugesprochen, wie die Uni am 26. September mitteilte.


Martin Wallraff, evangelischer Theologe und Kirchenhistoriker an der Universität Basel, erhält für ein neues Forschungsprojekt zur Überlieferungsgeschichte biblischer Texte 2,5 Millionen Euro (rund 3 Millionen Franken) Fördergelder des Europäischen Forschungsrats (ERC).

Wallraff will in den kommenden fünf Jahren rund 3000 griechische Handschriften des Neuen Testaments analysieren und in Teilen herausgeben, wie die Universität Basel am 26. September mitteilte. Bislang habe sich die Forschung vor allem dafür interessiert, wie sich die Manuskripte im Hinblick auf den Urtext verhalten. In dem neuen Projekt sollten die Handschriften nun erstmals als eigene Quellen umfassend untersucht werden, so Wallraff.

Häufig gebe es in den Schriften neben den eigentlichen Bibeltexten beispielsweise kurze Einführungen, Gedichte oder Gebete. «Das Resultat wird ein umfassendes und völlig neues Bild der Wege zeichnen, welche der biblische Text durch die Jahrhunderte gegangen ist.»

Der Europäische Forschungsrat ist eine von der Europäischen Kommission eingerichtete Institution zur Finanzierung von grundlagenorientierter Forschung und fördert europaweit ausgewählte Spitzenforscher.