Die Hilfswerke Brot für alle (Bfa) und Fastenopfer haben vergangenen Herbst die Schweizer Detailhändler aufgefordert weniger Palmöl zu verwenden. Zusammen mit Pro Natura sammelten sie nach eigenen Angaben über 12’000 Unterschriften. Nun hat Coop angekündigt, künftig die Verwendung des umstrittenen Speiseöls stärker einzuschränken. Der Detailhändler werde bei Eigenprodukten andere Öle verwenden oder Palmöl aus Fair-Trade- und Bio-Produktion bevorzugen.
Biodivers und ohne Landraub
Diese Ankündigung sei für die Hilfswerke ein «Etappensieg» im Kampf gegen den Landraub und die Umweltzerstörung, welche die Palmölherstellung verursacht, schreibt Bfa am 5. Juli in einer Mitteilung. Coop werde sich auf die Richtlinien von Bio Suisse abstützen, die derzeit ergänzt werden. Diese legen fest, dass das Palmöl aus Kleinbetrieben stammen soll, welche die Biodiversität fördern, und dass zuvor kein Landraub stattgefunden hat. Nun seien jedoch auch die Migros und andere Grossverteiler gefordert, diesem Beispiel zu folgen. (pd)