Brandkatastrophe in Crans-Montana

Regierungsvertreter gedenken online der Opfer

Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger haben im Online-Kondolenzbuch des Bundes für die Opfer der Brandkatastrophe ihre Anteilnahme ausgedrückt. Auch ranghohe Politiker bekundeten ihr Beileid.

Das Online-Kondolenzbuch der Bundeskanzlei steht seit Samstag allen offen, die der Opfer gedenken und ihr Mitgefühl ausdrücken möchten. Das Unglück, das sich in der Silvesternacht im Kanton Wallis ereignet hatte, löste weltweit tiefe Betroffenheit und Trauer aus – neben Regierungsvertretern von Bund, Kanton und Gemeinde, kondolierten auch Menschen aus New York, Paris oder Bangkok.

Im Namen der Schweizer Regierung sprach Bundespräsident Guy Parmelin den Familien und Angehörigen sein tiefstes Beileid aus: «Euer Schmerz ist auch unser Schmerz». Nur gemeinsam sei die Katastrophe zu bewältigen, zeigte sich Bundesrat Beat Jans überzeugt. Auch er wünschte den Familien und Angehörigen der Opfer in dieser Zeit viel Kraft.

Den gemeinsamen Schmerz ausdrücken

«Worte vermögen die Trauer nicht auszulöschen, sondern sie lediglich zu lindern», so der Walliser Regierungspräsident Mathias Reynard. «Also zögern wir nicht, es zu schreiben», endet Reynards Beileidsbekundung. Indem der gemeinsame Schmerz ausgedrückt werde, werde er anerkannt und bekomme seinen verdienten Platz und seine Würde.

Worte scheinen im Angesicht des Schmerzes unzureichend zu sein, so der Gemeindepräsident von Crans-Montana, Nicolas Féraud. Trotzdem sei es jetzt wichtig, Gefühle zu teilen und gemeinsam tiefe Empathie und Solidarität auszudrücken. Die Gemeinde Crans-Montana stehe zu allen, die von dieser Tragödie betroffen sind, schrieb Féraud.

«Das hätten auch wir sein können»

Als 19-Jährige berühre sie diese Tragödie tief, schrieb eine junge Frau aus Mont-Vully im Kanton Freiburg. Sie erinnere daran, «wie sehr sich das Leben in einem Augenblick verändern kann und dass es auch wir hätten sein können.» Auch für einen 20-jährigen Genfer war das tragische Ereignis in Crans-Montana ein grosser Schock. Er habe die Nachrichten den ganzen Tag über im Fernsehen verfolgt und dabei viel über die Familien der Betroffenen nachgedacht.

Neben Wünschen und Beileidsbekundungen für die Angehörigen der Opfer bedankten sich viele auch bei den Einsatz- und Hilfskräften. Ihr unermüdliches Engagement verdiene tiefen Respekt und Anerkennung, schrieb die Berner Grossrätin Belinda Nazan Walpoth (SP). (sda/ no)

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