BL: Reformierte Kirche spendet 10’000 Franken für Flüchtlinge

Die evangelisch-reformierte Kirche Basel-Landschaft spendet 10'000 Franken zur Unterstützung der Kriegsflüchtlinge im Nordirak. Damit sollen die Hygiene- und Gesundheitsbedingungen in Flüchtlingscamps verbessert werden.

Flüchtlingsfamilien leben im Nordirak unter schwierigsten hygienischen Bedinungen. (Bild: HEKS/NCA)

Als Zeichen der Solidarität sollen erneut 10’000 Franken Soforthilfe zur Unterstützung der Kriegsflüchtlinge und intern Vertriebenen im Nordirak gespendet werden. Dies hat der Kirchenrat der evangelisch-reformierten Kirche des Kantons Basel-Landschaft an seiner Sitzung vom 9. Januar beschlossen, heisst es in einer Medienmitteilung. Mit diesem Beitrag kann das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz (HEKS) weiterhin 42’000 Menschen in den drei Flüchtlingslagern in der Provinz Dohuk im Nordirak unterstützen und sie mit ausreichend Trinkwasser versorgen.

Der Krieg im Irak hat bisher 3,3 Millionen Irakerinnen und Iraker dazu gezwungen, ihre Dörfer zu verlassen und in die kurdischen Gebiete oder ins Ausland zu flüchten. Die UNO schätzt, dass infolge der bewaffneten Konflikte im Irak inzwischen rund zehn Millionen Menschen humanitäre Unterstützung benötigen. Es handelt sich um eine der schlimmsten aktuellen humanitären Krisen. Dennoch droht die Situation im Nordirak in Vergessenheit zu geraten, da sie nicht die gleiche mediale Aufmerksamkeit erhält wie diejenige in Syrien. In den Flüchtlingscamps Kabarto 1, Kabarto 2 und Quadije in der Region Dohuk (Nordirak) leben rund 42’000 Personen unter schwierigen Bedingungen. In Zusammenarbeit mit seiner Partnerorganisation Norwegian Church Aid (NCA) stellt HEKS die Trinkwasserversorgung der Flüchtlingsfamilien und intern Vertriebenen sicher, um die Hygiene- und Gesundheitsbedingungen zu verbessern und Krankheiten und Epidemien zu vermeiden. HEKS ist bereits seit 2014 für Flüchtlinge und intern Vertriebene in Dohuk tätig.