Bisher unterstützte die Landeskirche das Tagungszentrum mit rund einer halben Million Franken im Jahr. Jetzt muss an allen Enden gespart werden: Seit einer durch eine Änderung des Reglements der Pensionskasse 2012 versursachten Deckungslücke hat die Landeskirche bis 2024 jährlich rund 1,5 Millionen an zusätzlichen Mitteln aufzubringen.
Das Zentrum habe jahrzehntelang die Erwachsenenbildung der Nordwestschweiz und darüber hinaus geprägt und viele Kirchenmitglieder seien «emotional stark mit ihm verbunden», heisst es in der Begründung des Kirchenrats. Aber seine «alles andere als rosige finanzielle Situation» und die damit verbundene «starke finanzielle Abhängigkeit» von der Landeskirche sei für diese nicht mehr tragbar. Auch in anderen Kantonen zeige sich, dass «Tagungszentren wie der Leuenberg in der aktuellen Form so nicht mehr gefragt sind».
Bitte nach «würdigem Übergang»
«Wir können uns das Tagungszentrum einfach nicht mehr leisten», sagte Kirchenratspräsident Martin Stingelin. Auch Roland Ziegler, Vorstandspräsident des Vereins Leuenberg, gab zu, dass das Zentrum so nicht mehr weitergeführt werden könne. Aber der Verein sei immer noch in intensiver Verhandlung mit möglichen anderweitigen Nutzern. Er bitte die Synode, «dem Leuenberg einen würdigen Übergang zu ermöglichen».
Nach zum Teil emotional geführter Diskussion folgte die Synode dem Antrag des Kirchenrats mit einer Ergänzung: Die Leuenberg-Beiträge werden ab 2016 gestrichen. Wenn es sich als «sinnvoll und nötig» erweisen sollte, dass die Landeskirche einen Beitrag zur Übergangsfinanzierung leistet, kann der Kirchenrat der Synode jedoch zusätzliche Mittel beantragen.