Berner Synodalrat kündigt Mitgliedschaft bei den Reformierten Medien

Die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn verlassen die Reformierten Medien per Ende 2018. Dies wurde an der ausserordentlichen Generalversammlung des Vereins am 24. Oktober bekannt.


Die Reformierten Medien sind das Kommunikationsunternehmen der reformierten Kirchen der Deutschschweiz. Der Verein wird zu drei Vierteln von den Mitgliederbeiträgen der deutschsprachigen Landeskirchen sowie der Evangelisch-methodistischen Kirche finanziert. Per Ende 2018 fällt nun allerdings einer der grössten Beiträge weg: Wie an der ausserordentlichen Generalversammlung des Vereins bekannt wurde, hat der Synodalrat der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn die Kündigung der Mitgliedschaft eingereicht.

Schwieriger Zeitpunkt

«Dieser Austritt destabilisiert die Reformierten Medien zu einem Zeitpunkt, als wir glaubten, das Licht am Ende des Tunnels zu sehen», wird Vorstandspräsident Christoph Weber-Berg in einer Medienmitteilung zitiert. Angesprochen ist damit das ausgeglichene Budget 2018 sowie die strategische Neuausrichtung, die an der Generalversammlung im Juni präsentiert worden war. Demnach wollen sich die Reformierten Medien auf ihr Kerngeschäft Publizistik und Radio/Fernsehen konzentrieren.

Gemäss Mitteilung wird der Vorstand nun so rasch als möglich das weitere Vorgehen debattieren sowie gangbare Wege für die künftige Finanzierung entwerfen.

Die Reformierten Medien geben das Magazin bref heraus und betreiben die Onlineplattform ref.ch. Mit Schweizer Radio und Fernsehen SRF verantworten sie zudem Gottesdienstübertragungen sowie die Sendung «Wort zum Sonntag» auf SRF 1 und die Radiopredigten auf SRF 2 Kultur und SRF Musikwelle. (vbu)