Bern: Die Reformation kann kommen

Bern ist für das Reformationsjubiläum gerüstet: Am 3. und 4. Januar 2017 macht das Geschichtenmobil des Europäischen Stationenwegs in der Stadt an der Aare Halt.

Das Geschichtenmobil ist am 4. Januar 2017 auf dem Münsterplatz für das Publikum geöffnet.
Das Geschichtenmobil ist am 4. Januar 2017 auf dem Münsterplatz für das Publikum geöffnet. (Bild: Wikimedia)

Seit Mittwoch kündet ein Tor auf dem Berner Kornhausplatz die Ankunft des Geschichtenmobils am 3. Januar 2017 in der Stadt an. Bern ist eine der 67 Städte, die im Rahmen des Europäischen Stationenwegs angelaufen werden. Das Geschichtenmobil wird die Vielfalt der Reformation aufzeigen: Die einzelnen Stationen präsentieren multimedial, was die Reformation vor Ort bedeutet, welche Ideen und Konzepte sie bis heute prägen und welchen Beitrag der Protestantismus heute noch leistet.

Reformationsgeschichten aus Bern und anderswo

Das Geschichtenmobil ist am 4. Januar 2017 von 10 bis 19 Uhr auf dem Berner Münsterplatz für das Publikum geöffnet. Die Besucherinnen und Besucher erwarten mehrere interaktive Stationen, an denen sowohl die Berner Reformationsgeschichten wie auch die Geschichten aus einer Reihe anderer Reformationsstädte zu entdecken sind. Gleichzeitig können Besuchende ihre eigenen Reformationsgeschichten mitgeben.

Ab 13 Uhr können die Besucherinnen und Besucher im Berner Münster an einem «Christlichen Slalom» teilnehmen: Anhand von 8 Wenden folgen sie einem Parcours durch eine über 500-jährige Glaubensgeschichte.

Kurzfilme zur Geschichte der Reformation in Bern

In Bern werden dem Geschichtenmobil zehn Kurzfilme mitgegeben. Diese beleuchten spezifische Themen der Berner Reformation. So erzählt Susan Marti, Kuratorin der aktuellen Wechselausstellung im Bernischen Historischen Museum, über das Berner Multitalent Niklaus Manuel und seine Bedeutung für die Reformation. Der ehemalige Kantonsarchäologe Daniel Gutscher berichtet vom Skulpturenfund in der Berner Münsterplattform, und Felix Gerber, Betriebsleiter im Berner Münster, erklärt, welche Veränderungen aus der Zeit der Reformation im Berner Münster noch sichtbar sind.

Der Europäische Stationenweg verbindet wichtige Städte und Stätten der Reformation miteinander und zeigt so die europäische Dimension dieser Erneuerungsbewegung auf. Seit November 2016 ist das Geschichtenmobil auf Reisen. Insgesamt 67 Städte in 19 europäischen Staaten besucht der Event-Truck. In der Schweiz sind acht Reformationsstädte Teil dieser Reise. Die Reise endet am 20. Mai an der Weltausstellung in Wittenberg (D).

 

 

Der Europäische Stationenweg in Bern