Über die kantonale Initiative wird am 18. Mai abgestimmt. In einer Mitteilung von Oeku heisst es, das AKW Mühleberg zähle zu den weltweit ältesten Kernkraftwerken, die noch in Betrieb sind. Zudem habe es die längste Mängelliste aller schweizerischen Atomkraftwerke. Nachrüstungsmassnahmen müssten aber erst Ende 2017 ausgeführt sein. Eine Stilllegung des AKW’s sei die «beste und kostengünstigste Investition in die nukleare Sicherheit». Die Sicherheit für Mensch und Umwelt müsse in jedem Fall höher gewichtet werden als ein wirtschaftlicher Vorteil.
Nach Angaben von Oeku wird der Strom von Mühleberg nicht wirklich benötigt. Solar- und Windstrom machten den Atomstrom überflüssig. Die Zukunft gehöre der Energieeffizienz und den erneuerbaren Energien. Der Kanton Bern als Mehrheitsaktionär der Kraftwerksbetreiberin BKW Energie AG solle die Wende vollziehen und in eine zukunftsfähige Energiepolitik investieren, schreibt Oeku weiter.
In seiner Mitteilung erinnert der ökumenische Verein an die Resolution der Synode der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn vom Dezember 2011: «Unsere Kirche ist sich der Verantwortung gegenüber der Schöpfung, gegenüber unserem Land und gegenüber seiner Bevölkerung bewusst. Die Mitglieder der Synode appellieren an die verantwortlichen Behörden, den Betrieb des Reaktors in Mühleberg raschestmöglich einzustellen.»