Basel: 320 Gebete aus dem Automaten

«Gebetomat», «The Pray-o-mat» oder «Le Priez-o-mat» steht auf dem roten Kasten in der Eingangshalle des Kundenzentrums im Justiz- und Sicherheitsdepartement in Basel. Für zwei Monate haben die Kantonsangestellten und Besucher einen Automaten, der mit Gebeten gespeist ist.

Der Gebetomat.
(Bild Wikimedia/Assenmacher)

Interessierte können aus 320 Gebeten in 65 Sprachen auswählen. Neben den Weltreligionen Judentum, Christentum, Islam, Hinduismus und Buddhismus seien auch kleinere Glaubensrichtungen wie afrikanischer Voodoo oder Regentänze vertreten. Dies berichtet die «Basler Zeitung». Der Gebetomat ist ein Werk des Künstlers Oliver Sturm.

Kunstwerk wird Alltagsobjekt

Durch den Kulturvermittler Klaus Littmann ist der «Gebetomat» nach Basel gekommen. Nach Angaben der Zeitung findet Littmann den Standort des Automaten ideal, da «Menschen verschiedenster kultureller und religiöser Hintergründe» sich im Kundencenter bewegten. Gerade weil der «Gebetomat» in einem profanen und nicht in einem kulturellen Umfeld stehe, werde aus dem Kunstwerk ein Alltagsobjekt und Gebrauchsgegenstand. Für den Künstler Sturm sei der Automat «ein Stück Kunst, das zufällig auch ein Gebrauchsgegenstand ist».