Auf dem Berner Bremgartenfriedhof sind bald alle Weltreligionen vereint

Auf dem Bremgartenfriedhof in Bern sollen ein Grabfeld für Buddhisten und eine Abdankungsstelle für Hindus errichtet werden. Damit finden in Bern künftig die Angehörigen aller fünf Weltreligionen einen Ort für die Bestattung ihrer Verstorbenen.


Der Gemeinderat der Stadt Bern setzt damit ein Ziel des Massnahmenplans «Integration konkret 2014-2017» um, wie es in einer Mitteilung vom 22. Dezember heisst. Demnach soll die Vielfalt der Bevölkerung in allen Bereichen gestärkt werden. Für die Erweiterung sowie zusätzliche Sanierungsarbeiten am Friedhof genehmigte der Gemeinderat nun einen Kredit über 225’000 Franken.

Gräber in Form von Lotus-Blüten

Neben einer kleinen Abdankungsstelle für Hindus im nördlichen Teil des Friedhofs entsteht in einem zurzeit nicht belegten Bereich im Westen des Friedhofareals eine neues Grabfeld für Buddhisten. Dort sollen vorerst zwei Urnenthemengräber in Form von Lotus-Blüten angelegt werden, wie es in der Mitteilung des Gemeinderats heisst. Auf den Grabplatz einigte sich die Stadt Bern mit dem Interkulturellen Buddhistischen Verein Bern aus dem Haus der Religionen.

Bisher können in der Stadt Bern auf dem Bremgartenfriedhof neben Christen auch Angehörige des Islams bestattet werden. Für Angehörige des Judentums besteht mit dem Jüdischen Friedhof Bern eine Begräbnisstätte. Menschen ohne Religionszugehörigkeit können auf allen drei Stadtberner Friedhöfen bestattet werden. (no)