Vereinte Nationen
Weltweite Armut nimmt erstmals seit 2010 wieder zu
Die Zahl der Menschen, die in akuter Armut leben, ist laut den Vereinten Nationen zum ersten Mal seit 2010 gestiegen. Rund 1,2 Milliarden Menschen seien von sogenannter mehrdimensionaler Armut betroffen, teilte das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) mit. Das seien 51,5 Millionen mehr als 2025.
Die Organisation gibt seit 2010 den sogenannten mehrdimensionalen Armuts-Index heraus, der neben finanzieller Armut und Hunger auch Faktoren wie Bildungschancen, Wohnraum und Zugang zu Wasser und Strom einbezieht. In den untersuchten 108 Ländern leben insgesamt 6,3 Milliarden Menschen, heisst es in dem Bericht.
Die Menschen, die in mehrdimensionaler Armut leben, machen knapp 19 Prozent der Bevölkerung aus. 617 Millionen von ihnen sind Kinder unter 18 Jahren. Rund 83 Prozent der akut armen Menschen leben in ländlichen Gebieten.
Während die Armutsrate und die Zahl der armen Menschen in Ländern wie Ägypten, Nepal und Tadschikistan deutlich zurückgegangen sei, seien in Nigeria Fortschritte der 2010er Jahre im laufenden Jahrzehnt zunichtegemacht worden.
In Angola und Sambia ging zwar der Anteil der Armen zurück, doch die Gesamtzahl stieg wegen des Bevölkerungswachstums dennoch. (epd/ hz)