Deutschland

Anselm Grün wegen Umgang mit Missbrauchsfall in der Kritik

Der Betroffenenbeirat der Deutschen Bischofskonferenz verlangt eine unabhängige Aufklärung der Vorwürfe gegen Anselm Grün. Der Benediktiner soll einem geständigen Missbrauchstäter den Weg zurück in die Seelsorge ermöglicht haben.

Der Betroffenenbeirat bei der Deutschen Bischofskonferenz fordert eine umfassende Untersuchung der Vorwürfe gegen den Benediktinerpater Anselm Grün. Das berichtet katholisch.de, das Nachrichtenportal der katholischen Kirche in Deutschland.

Hintergrund ist ein Bericht der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs im Erzbistum Paderborn. Demnach soll Grün Anfang der 1990er Jahre empfohlen haben, einen wegen sexuellen Missbrauchs geständigen Priester wieder in der Seelsorge einzusetzen.

Grün weist ein Fehlverhalten zurück. Gegenüber der Katholischen Nachrichten-Agentur KNA erklärte er, er könne sich an den Fall nicht erinnern und schliesse den geschilderten Vorgang aus.

Der Betroffenenbeirat verlangt nun auch eine unabhängige Untersuchung der Frage, ob das Recollectio-Haus der Benediktinerabtei Münsterschwarzach weiteren mutmasslichen oder überführten Missbrauchstätern die Rückkehr in die Seelsorge ermöglicht habe. Grün ist Geistlicher Leiter der Einrichtung und Bestsellerautor verschiedener spiritueller Bücher. (hz)

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