In einem am 11. November veröffentlichten Brief an Friedensnobelpreistägerin Aung San Suu Kyi zeigte sich Amnesty-Generalsekretär Kumi Naidoo enttäuscht über die augenscheinliche «Gleichgültigkeit» Suu Kyis gegenüber den Gräueltaten des Militärs gegen die muslimische Minderheit der Rohingya in ihrem Land.
«Heute sind wir zutiefst bestürzt, dass Sie nicht länger ein Symbol der Hoffnung, des Mutes und der unermüdlichen Verteidigung der Menschenrechte sind», schrieb Naidoo. «Amnesty International kann Ihren weiteren Status als Botschafterin des Gewissens nicht rechtfertigen, und deshalb entziehen wir Ihnen hiermit mit grossem Bedauern diesen Titel.»