Alternativer Nobelpreis ehrt Kämpfer für Menschenrechte

Die diesjährigen Alternativen Nobelpreise gehen an den US-Amerikaner Robert Bilott, den Inder Colin Gonsalves, die Aserbaidschanerin Khadija Ismayilova und die Äthiopierin Yetnebersh Nigussie. Das gab die Right-Livelihood-Stiftung in Stockholm bekannt.


Das Menschenrechtsnetzwerk «Human Rights Law Network» des Anwalts Colin Gonsalves erstritt unter anderem ein «Recht auf Nahrung», was das Leben von 400 Millionen Menschen verbesserte, wie die Right-Livelihood-Stiftung mitteilte.

Die mit je rund 105’000 Euro (rund 120’000 Franken) dotierte Auszeichnung geht zudem an die Äthiopierin Yetnebersh Nigussie für ihr Engagement für Menschen mit Behinderung in Afrika und weltweit.

Die investigative Journalistin Khadija Ismayilova aus Aserbaidschan bekommt den Preis für ihre mutige Aufdeckung von Korruption auf höchster Regierungsebene, die sie auch ins Gefängnis brachte.

Ehrenpreis für Umweltrechtler

Den undotierten Ehrenpreis erhält der amerikanische Umweltrechtler Robert Bilott, der in einem 19 Jahre dauernden Rechtsstreit 70’000 Anwohner vertrat, deren Trinkwasser chemisch verseucht worden war.

1980 ins Leben gerufen

Mit den Right-Livelihood-Awards zeichnet die Stiftung jedes Jahr Personen und Organisationen aus, die beispielhafte Antworten auf die drängendsten globalen Probleme finden. Die Auszeichnung wurde 1980 von dem Deutsch-Schweden Jakob von Uexküll gestiftet. (sda/epd)