AG: Synode stärkt Katechetinnen

Die Synode der reformierten Aargauer Kirche hat drei Projekte in Musik, Gemeindeentwicklung und beim Personal beschlossen und den Voranschlag 2016 einstimmig bewilligt. Ausserdem werden die Arbeitsbedingungen für katechetische Angestellte verbessert.

Der Kirchenrat und das Synodebüro während der Synode.
Der Kirchenrat und das Synodebüro während der Synode. (Bild: Reformierte Landeskirche Aargau)

Das Projekt «Musik in der Kirche» soll musikalische Impulse in das gottesdienstliche Feiern der Kirchgemeinden geben, wie es einer Mitteilung vom 4. November heisst. Neben der klassischen Kirchenmusik würden in den nächsten drei Jahren Jazz, Rock, Pop, Gospel, Ländlermusik und Musik aus aller Welt in den Kirchen speziell gefördert. Dafür bewilligte die Synode am Mittwoch in Aarau 180‘000 Franken.

Zusammenarbeit der Kirchgemeinden

Ebenfalls unbestritten war das Projekt «Personalentwicklung», das Kirchgemeinden beim Personalmanagement unterstützen wird. Dafür würden in den nächsten drei Jahren 240’000 Franken veranschlagt.

Im Grundsatz unbestritten war auch die Notwendigkeit des Projekts «Gemeindeentwicklung». Kirchgemeinden sollen mehr zusammenarbeiten und Schwerpunkte sowie zielgruppenorientierte Angebote entwickeln. Es ist mit insgesamt 450‘000 Franken in den nächsten drei Jahren das grösste und wichtigste Projekt des Kirchenrats.

Christoph Jauslin begrüsste im Namen der Geschäftsprüfungskommission GPK die Stossrichtung des Projekts, bemängelte aber die vagen Hinweise zu Aufgaben und Zielen.

Kirchenratspräsident Christoph Weber-Berg erklärte, dass es zu früh für genauere Angaben sei. Er versicherte aber, dass relevante Neuerungen zuerst der Synode zur Beratung vorgelegt werden. Nach ausführlicher Diskussion folgte die Synode dem Antrag der GPK und bewilligte das Projekt, aber nur für ein Jahr. Im November 2016 muss der Kirchenrat die Weiterführung des Projekts neu beantragen.

Stärkung der Katechetinnen und Katecheten

Die Synode hat gemäss Mitteilung im Weiteren beschlossen, die Anstellungs- und Arbeitsbedingungen der Katechetinnen und Katecheten zu vereinheitlichen, obwohl, wie einige Synodale bemängelt hätten, die finanziellen Auswirkungen noch nicht klar seien. Ausserdem sollen die katechetischen Angestellten eine Berufsvertretung erhalten, einen «Konvent», der ihre Interessen vertritt und Austausch und Vernetzung fördert.

Verlust von 110’000 Franken

Die Synode bewilligte einstimmig den Voranschlag 2016, der bei einem Verlust von knapp 110’000 Franken Ausgaben von insgesamt 11,1 Millionen vorsieht. Der Verlust kann aus dem Eigenkapital gedeckt werden.

Die Synode hiess schliesslich gut, dass die Mitteilung eines Kirchenaustritts nicht mehr eingeschrieben erfolgen muss, sondern als einfaches Schreiben möglich ist.