Aargauer Kirchenpflege nach umstrittener Wahl zurückgetreten

Die bisherigen Mitglieder der Kirchenpflege von Döttingen–Klingnau–Kleindöttingen haben an der Kirchgemeindeversammlung vom 15. Mai ihren Rücktritt bekannt gegeben. Grund war die Wahl einer umstrittenen Kandidatin in das Gremium.


Die Kirchenpflege von Döttingen–Klingnau–Kleindöttingen im Kanton Aargau besteht neu nur noch aus zwei Mitgliedern. Da sie deshalb nicht mehr beschlussfähig ist, muss der Kirchenrat der reformierten Landeskirche eine externe Verwaltung einsetzen, die die Geschäfte interimsmässig führt.

Die Massnahme wird nötig, nachdem am 15. Mai wohl zwei neue Mitglieder in die Kirchenpflege gewählt worden sind, die bisherigen Mitglieder aber daraufhin ihren Rücktritt bekannt gegeben haben. Wie es in einer Mitteilung der Landeskirche heisst, sei die Kandidatin für einen der vakanten Sitze umstritten gewesen. Ihre knappe Wahl durch die Kirchgemeindeversammlung sei der Grund für den Rücktritt der Bisherigen.

Demnach hatte die Kandidatin schon früher ihr Interesse für das Amt bekundet, war von der Kirchenpflege aber nicht empfohlen worden. Sie meldete daraufhin eine freie Kandidatur an, die schliesslich für den 15. Mai traktandiert wurde.

Zu den genauen Hintergründen und zum Konflikt mit der Kandidatin wollte man sich bei Landeskirche und Kirchenpflege nicht äussern. (vbu)