Allgemein ist man ratlos, was mit dem sandfarbenen Raum geschehen soll. Einst war es der Kohlenkeller der Kirche St. Jakob, ohne direkten Durchgang zur Kirche. Dann vor Jahren die Idee: ein «Raum der Stille» soll es werden.
Doch die Idee ist gescheitert. Wer den Raum besuchen will, muss den Schlüssel beim Präsenzdienst holen. Eine «Himmel-Treppe», eine Kunstinstallation, verdeckt den Eingang, was oft Randständige anzieht. Empfehlung der Polizei: Treppe und Raum unbenutzbar machen. An der Türe ein Schild: «Dieser Raum wird videoüberwacht.» Die Meditationsgruppe geht lieber in die Kirche.
Ein wunderbarer Bergkristall am Boden kämpft im ehemaligen Kohlenkeller gegen die Trostlosigkeit. Vier einfache Holzhocker. An einer Wand lehnt eine hochgestellte, zusammengelappte Sitzbank, die den langsamen Übergang zum Lagerraum markiert. Heizung: keine. Dezente Geräusche von der Stauffacherstrasse. Es müffelt. Vielleicht ist der wahre Zweck des Raumes, dass der Kristall wieder eine Höhle hat.
Nächster Raum der Stille: Der «meditation room» der Fifa.