Reformierte Synode Zürich will mehr Klarheit über Reformprojekt

Die reformierte Kirchensynode spricht sich grundsätzlich für das grosse Reformprojekt «KirchGemeindePlus» der evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Zürich aus. Sie hat an ihrer Sitzung vom Dienstag aber einen Bericht des Kirchenrates zurück gewiesen, weil es dem ganzen Reformprozess an Klarheit fehle.

Zürcher Synode will mehr Klahrheit.
Die reformierte Kirchensynode im Kanton Zürich will mehr Klarheit, was das Reformprojekt «KirchGemeindePlus» betrifft. Im Bild: Zürichs reformiertes Wahrzeichen, das Grossmünster. (Bild: Balint Koch/Wikimedia)

Der Reformprozess sieht eine Fusion der Kirchgemeinden vor. Statt knapp 180 Kirchgemeinden sollen es nach dem Reformprozess noch etwa 40 sein. Das Parlament hat den Bericht des Kirchenrats zur Fusion der Kirchgemeinden nun aber mit 96 zu 12 Stimmen zurückgewiesen, wie die Landeskirche mitteilte. Die Bedenken der Synodalen waren vielfältig. Die einen kritisierten die Geschwindigkeit des Prozesses, für andere waren noch viele Fragen der Finanzierung und der Kompetenzen offen.

Keine generelle Absage an das Reformprojekt

Die Rückweisung des kirchenrätlichen Berichts dürfe nicht als Absage an den Prozess «KirchGemeindePlus» verstanden werden, sagte ein Synodaler. Aber es brauche mehr Klarheit, denn der Bericht sei zu unklar, als dass die Kirchensynode wirklich wissen könne, wozu sie da eigentlich Stellung nehme. Grundsätzlich sei es dem Kirchenrat hoch anzurechnen, dass er die wichtigen Themen anpacke. Der Rat möchte den Reformprozess bis 2019 – dem Jubiläumsjahr – abgeschlossen haben. (sda)