Zürich: Keine Herabstufung von hohen Feiertagen

Der Zürcher Kantonsrat hat einer Einzelinitiative der Freidenkerbewegung zur Herabstufung von hohen Feiertagen am 24. Februar nicht stattgegeben. Auch in Zukunft dürfen im Kanton an hohen Feiertagen keine Anlässe im Freien stattfinden.


Die Einzelinitiative wurde gemäss dem Internetportal bluewin.ch mit 121 zu 40 Stimmen abgelehnt. Das Parlament folgte damit dem Regierungsrat und der vorberatenden Kommission, wie die Presseagentur kipa mitteilte. Ostern, Karfreitag, Pfingsten, Bettag und Weihnachten werden somit nicht normalen Sonntagen gleichgestellt. So ist im Kanton Zürich auch in Zukunft etwa an Pfingsten ein Hallen-Handballturnier erlaubt, ein Fussballturnier im Freien darf aber nicht durchgeführt werden.

Die Gleichstellung mit normalen Sonntagen hätte bedeutet, dass das Arbeitsgesetz hätte gelockert werden müssen. Jene, die schon vor Weihnachten viel gearbeitet hätten, wären dann auch noch am Weihnachtstag im Einsatz gestanden, sagte Regierungsrat Ernst Stocker (SVP).

Andreas Kyriacou, der die Einzelinitiative eingereicht hatte, erwägt nun, das Volk über die Abschaffung der hohen Feiertage abstimmen zu lassen. Über Twitter kündigte er an, eventuell eine Volksinitiative zu lancieren. Er verweist auf seiner Homepage auf eine Unterschriftensammlung, welche an den vergangenen Afro-Pfingsten über 1‘000 Unterschriften vereinigte. Die aktuelle Petition, die Regierungs- und Kantonsrat aufforderte, die Einzelinitiative «Aufhebung des Tanz-, Kultur- und Sportverbots an sogenannt hohen Feiertagen» anzunehmen, sei von der Juso, den Jungen Grünen, der Jungen CVP, den Jungen Grünliberalen, den Jungfreisinnigen und den (jungparteienlosen) Piraten und der BDP unterstützt worden.