Erstmal im vergangenen Winter hat die Zürcher Stadtmission die Notschlafstelle in Betrieb genommen. Sie sei an 23 Nächten geöffnet gewesen. Insgesamt habe es laut Rother 460 Übernachtungen von Personen aus 17 Nationen, vorwiegend aus EU-Ländern, gegeben. Wieviele Personen das Angebot in Anspruch genommen hätten, konnte die Leiterin der Stadtmission nicht angeben.
Im kommenden Winter plane man einer Wiedereröffnung der temporären Notschlafstelle. Aber nur wenn es «wirklich kaltes Wetter» sei, sagte Rother. Den Kältegrad, an dem man sich orientieren werde, habe man noch nicht festgelegt. Zudem müssten auch neue Räumlichkeiten gefunden werden, da die Liegenschaft, in der sich die Notschlafstelle befunden habe, abgerissen werde. Man sei intensiv daran, nach einer geeigneten Liegenschaft zu suchen.
Die Stadtmission könne mit dem temporären Angebot lediglich Nothilfe anbieten, sagte Rother. Man wolle nicht Menschen während drei Monaten «durchfüttern» und so «falsche Hoffnungen» schüren. Bei den Personen, die das Angebot beanspruchten, handle es sich um schlecht qualifizierte Menschen, die realistischerweise keine Chance auf dem Schweizer Arbeitsmarkt hätten.
Die Zürcher Stadtmission, die sozial benachteiligte Menschen unterstützt, wird getragen von der Stiftung der Evangelischen Gesellschaft des Kantons Zürich. Im vergangenen Jahr hat sie ihren 150. Geburtstag gefeiert.