Im Luthergarten in Wittenberg wurzelt seit dem 6. Januar ein Apfelbaum im Namen der Evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Zürich. Auf Einladung des Lutherischen Weltbundes hat Kirchenratspräsident Michel Müller gestern im Beisein einer Gruppe von Verantwortlichen der Schweizer Kirche den Baum in der Lutherstadt gepflanzt und damit der Verbundenheit mit dem Ursprung der lutherischen Reformation und der ganzen vielgestaltigen reformatorischen Bewegung Ausdruck verliehen.
Bei der Feier im Garten, in dem insgesamt 500 Patenbäume stehen werden, half ein kräftiger Platzregen mit, den Zürcher Baum einzuwässern. Michel Müller sagte in seinem Grusswort, die direkte Verbindung der «beiden Mutterkirchen der Reformation» sei ganz konkret spürbar und direkt: Mit dem Zug brauche man von Zürich nach Wittenberg und umgekehrt nicht umzusteigen. In diesem Sinne seien auch die Schienen gelegt für die Feierlichkeiten zum 500-Jahr-Feier der Reformation, die in Deutschland mit dem Jubiläum 2017 und in Zürich 2019 gipfeln.
Im Wittenberger Luthergarten sind Kirchen aus aller Welt und Konfessionen eingeladen, die Patenschaft für einen der 500 Bäume zu übernehmen und gleichzeitig einen Baum in ihrer Heimat zu pflanzen. Der Lutherbaum für Zürich soll im Kloster Kappel gepflanzt werden.
Hintergrund der Reise
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